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UKW-Funk

UKW-Funkzeugnis „Short Range Certificate“ und UBI

Eine UKW-Funkanlage für den mobilen Seefunkdienst  (und ggf. für den Binnenschifffahrtsfunk) bedeutet neben einem enormen Komfortgewinn auch ein großes Plus an Sicherheit auf dem Wasser.

Auch schon für die Küstengewässer ist die Ausrüstung mit einer modernen UKW-Seefunkanlage genauso wichtig wie die Rettungswesten und Seenotsignalmittel an Bord.

 

Leider ist vielen Skippern nicht bewusst, das die Reichweite ihres Mobiltelefons deutlich geringer ist, als die einer UKW-Seefunkanlage.

Schon im Bereich der Küstengewässer fehlt häufig eine Netzverbindung und somit ist das Mobiltelefon nutzlos.

Im Notfall mit dem Mobiltelefon nicht möglich sind:

  • Schiff zu Schiff Verbindungen (Handynummern der Besatzungen fremder Schiffe sind unbekannt)
  • Anrufe an alle Schiffe in der Nähe  (die im Notfall helfen könnten)
  • Automatische Positionsmitteilungen (die Position wird von einem Handy nicht mitgeteilt)
  • Rettungskräfte können Gespräche nicht mithören
  • Anpeilen durch Rettungskräfte (SAR)

Mit einem Mobiltelefon stehen viele Möglichkeiten und Informationen zur schnellen und sicheren Rettung allgemein nicht zur Verfügung.
 

Im Falle einer Havarie kann es um den Verlust des Versicherungsschutzes und für den verantwortlichen Schiffsführer schnell um den Vorwurf der groben Fahrlässigkeit gehen.

 

Das neue UKW- Seefunkzeugnis „Short Range Certificate“ ist im Original an Bord mit zuführen, sobald ein Funkgerät an Bord ist. Egal ob es sich um eine fest eingebaute Anlage oder um ein Handfunkgerät für den Seefunk handelt.

Seit 2003 sind alle Seefunkgeräte für GMDSS (Global Maritime Distress and Safety System) ausgelegt.

Handelt es sich um ein sogenannte Kombi-Anlage, die zusätzlich zum UKW-Seefunk auch auf Binnenschifffahrtsfunk (ATIS) umgeschaltet werden kann, benötigt der Schiffsführer neben dem SRC auch noch das Funkbetriebszeugnis „UBI“.

 

Auch Charteryachten, die mit UKW-Funk ausgerüstet sind, dürfen nur noch von Schiffsführern gefahren werden, die neben dem gültigen Führerschein auch das aktuelle Short Range Certificate und ggf. das UBI nachweisen können.

 

Vor mehr als 10 Jahren reichte es noch aus, wenn eine Person an Bord das entsprechende Funkzeugnis hatte. Heute muss der verantwortliche Schiffsführer im Besitz eines, für das vorhandene Gerät, gültigen UKW-Sprechfunkzeugniss sein.

Ist ein Funkgerät an Bord und der Schiffsführer kann kein gültiges Sprechfunkzeugnis vorweisen, so ist es nicht ausreichend die Antenne oder das Mikrofon der Funkanlage zu demontieren. In so einem Fall muss das Funkgerät vom Schiff genommen werden. Das gilt auch für Handfunkgeräte.

Strafbar (es handelt um Straftaten) macht sich auch derjenige, der seine alte Funkanlage auf ein anderes Boot mit nimmt oder ein defektes UKW-Funkgerät gegen eine andere UKW-Anlage ohne GMDSS austauscht. Ebenso ist es nicht erlaubt, eine alte Anlage zu betreiben die auf einem gebraucht erworbenen Boot montiert ist.

 

Solche Änderungen müssen der BNetzA Hamburg schriftlich mitgeteilt werden. Jedoch werden für die Seefunkanlagen ohne GMDSS keine Genehmigungen (Ship Station Licence) ausgestellt.

 

Für Anlagen die am GMDSS teilnehmen können, das sind alle Geräte die über eine rote „Distress-Taste“ verfügen, wird bei der BNetzA schriftlich ein Antrag auf Nummernzuteilung gestellt.

Diese stellt dann die Urkunde: „Ship Station Licence“ aus. (bis 2013 Frequenzzuteilungsurkunde)

 

Mit den früheren „UKW-Sprechfunkzeugnissen für den Seefunkdienst" oder den "Allgemeinen Sprechfunkzeugnissen für den Seefunkdienst"

 dürfen nur Geräte bedient werden, die nicht am GMDSS teilnehmen können. Diese Geräte müssen technisch an die neuen Vorschriften

angepasst werden.

Soll eine aktuelle Seefunkanlage angeschafft werden, so muss auch das Funkzeugnis „SRC“ erworben werden.

 

Folgende Funkzeugnisse, (die vor 2003) ausgestellt sind, können gegen das Funkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI) eingetauscht werden:

  • UKW-Sprechfunkzeugnis für den Seefunkdienst
  • Allgemeines Sprechfunkzeugnis für den Seefunkdienst
  • Beschränkt Gültiges Betriebszeugnis für Funker II
  • Beschränkt Gültiges Betriebszeugnis für Funker I
  • Allgemeines Betriebszeugnis für Funker 

Somit müsste lediglich das Short Range Certificate neu erworben werden.

Funkzeugnisse der Feuerwehr,  Rettungsdienste sowie Amateur- oder Flugfunkzeugnisse gelten weder im Bereich des mobilen Seefunkdienstes, noch im Binnenschifffahrtsfunk!

 

Kursbeginn und Unterrichtszeiten, bzw. Kontaktinfos finden Sie hier:

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